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Wasserstoff als Teil der Energieerzeugung der Zukunft

Dass der Klimawandel in vollem Gange ist, bezweifeln nur noch wenige. Die häufigen Extremwetterereignisse machen deutlich, dass die Menschheit nicht mehr viel Zeit hat, die Klimakatastrophe zu verhindern.

Allgemeine Zeitung

Foto: by akitada31 on pixabay.com

Die Zeit drängt

Gerade im Verkehr ist eine Wende unbedingt nötig, denn der Sektor verursacht heute in vielen Industriestaaten mehr Emissionen als 1990. Inzwischen gibt es in der Europäischen Union das Ziel, bis 2050 CO₂-neutral zu sein. Dies gelingt nur mit einem deutlichen Ausbau der erneuerbaren Energien und dem gleichzeitigen Verzicht auf das Verbrennen von fossilen Rohstoffen.

Im Verkehr spielt der elektrische Antrieb eine wichtige Rolle. Hinzu kommen Brennstoffzellen, in denen Wasserstoff zu einem effizienten Energieträger werden kann. Eines der führenden Länder in der Forschung ist Japan, aber auch die Bundesregierung fördert die Entwicklung neuer Antriebstechniken.

Viele Einsatzmöglichkeiten

Die Herstellung von Wasserstoff ist recht energieintensiv. Das deutsche Forschungsministerium sieht darin trotzdem einen wichtigen Bestandteil für die Energieversorgung von morgen. Dabei spielt das Element nicht nur als Treibstoff für Elektroautos eine Rolle, sondern auch als Speichermedium für erneuerbare Energien.

Die Gewinnung erneuerbarer Energien unterliegt Schwankungen. Bei Windenergie ist der Wind der entscheidende Faktor für die Strommenge, die ins Netz abgegeben werden kann. An windigen Tagen entsteht überschüssige Energie, die sich nutzen lässt, um Wasser in Wasserstoff und Sauerstoff aufzuspalten.

Mit Brennstoffzellen lassen sich Häuser heizen oder Gasturbinen betreiben. An letzterem forscht gerade die Industrie. Auch im Verkehr hat Wasserstoff einen unschätzbaren Vorteil: die Reichweite. Hinzukommt, dass im Vergleich zum Laden eines Elektroautos das Tanken mit Wasserstoff schnell geht.

Von der Energie der Zukunft profitieren

Fest steht, dass Wasser nicht nur durch seine Kraft im Gebirge oder durch die Gezeiten Strom erzeugen kann. Die Abspaltung von Wasserstoff ist eine vielversprechende weitere Möglichkeit, Energie zu gewinnen. Unternehmen, die sich mit der Gewinnung von Wasserstoff beschäftigen, könnten in den nächsten Jahren stark an Wert gewinnen. Sie profitieren von diesem möglicherweise bevorstehenden Boom, indem Sie Wasserstoffaktien kaufen.

Aktuell entwickeln einige Unternehmen neue, immer effizientere Verfahren. Nicht jede Lösung wird sich als alltagstauglich erweisen. Hier liegt ein Risiko für die Investition, die sich durch Diversifizierung abmildern lässt. Die stärkste Performance zeigte in den letzten zwölf Monaten SunHydrogen mit 758 Prozent. Wer lieber auf etablierte Unternehmen setzt, kauft vielleicht lieber Aktien von Linde. Das traditionsreiche Unternehmen setzt nicht ausschließlich auf Wasserstoff, was das Risiko eines Totalverlustes reduziert. Diese Sicherheit bringt allerdings weniger Wertzuwachs. Im letzten Jahr waren es 43 Prozent.

Für und Wider

Wasserstoff ist leicht beschaffbar und fast überall verfügbar. Er gehört zu den am meisten vorkommenden Elementen des Universums. Brennstoffzellen sind die sauberste Lösung der Energiegewinnung, denn als Nebenprodukte entstehen nur Wärme und Wasser. Befürworter meinen, dass Wasserstoff im Vergleich zu Wasserkraft keine großen Landflächen für die Produktion benötigt. Dies ist jedoch nicht ganz richtig, denn für die Herstellung wird viel Energie aus gigantischen Wind- oder Solarparks benötigt.

Das Element besitzt einen hohen Wirkungsgrad, gibt keine schädlichen Emissionen ab und kann auf schnelle Ladezeiten verweisen. Die Technologie ist allerdings noch sehr teuer und nicht vollständig erforscht. Außerdem fehlen sichere Speicher- und Transportmöglichkeiten für den hochexplosiven Stoff.

Fazit

Die Investition in Wasserstoff, ist eine Geldanlage für die Zukunft. Etwas Geduld werden Anleger haben müssen, denn Rückschläge sind wie bei jeder neuen Technologie nicht auszuschließen.

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